Miyajiima

Eine der schönsten Inseln Japans

Einige Wochen vor der Goldeweek, den japanischen Frühlingsferien, hat Tatsuya mir offenbart, dass er eine kleine Reise als Überraschung geplant hat.

Leider musste er in der letzten Woche vor den Ferien geschäftlich nach Indien reisen. Ihm hat Indien, bis auf die 40 Grad Celsius, sehr gut gefallen. Er hat täglich indisches Curry gegessen, die Gebäude und die Kultur bestaunt.

Aber jetzt kommt’s: es war zu viel für seinen Magen. Eine der geplanten gemeinsamen Reisen viel wegen den schmerzenden Bauchkrämpfen aus. Dank viel Ruhe und Medikamenten konnten wir die zweite Reise umsetzten.

Da ich noch nicht Auto fahre, ist er mit Wehwehchen die etwa vier Stunden relativ ruhig und schweigend durchgefahren. Ich wusste erst am Schluss, wo wir hin gingen: Miyajima, eine der schönsten Inseln Japans!

Panorama Miyajima, Japan

Ein Strand für Badeurlaub?

Nein, ich muss euch enttäuschen. Es ist ein für Japaner wichtiger und heiliger Ort: wichtig, für die Muscheln- und Austern-Zucht, heilig für die Insel und die Tempel. Einer davon ist sogar ein Weltkulturerbe.

Wir sind am Nachmittag bei Ebbe angekommen und haben deshalb viele lokale Bewohner beim Muschelsammeln gesehen.

Gleich beim Hafen ist eine Allee aus Touristenshops, Take-Away Ständen und Restaurants. Das Spezielle hierbei ist, dass viele Gerichte Austern beinhalten, die Damhirsche recht zahm sind und es Tier-Cafés gibt.

Am Strand angekommen, sind wir gleich zum 16 Meter hohen Tor hingegangen. Wir wussten, dass die Flut bald wieder herein kommt, also haben wir die Chance genutzt.

Hinter uns liegen mit Wald bedeckte Hügel und vor uns das schöne blaue Meer. Es ist eines der Orte, an denen man gerne länger bleiben möchte, wäre es ein öffentlicher Strand, zum Entspannen und Sonne tanken.

Gemütlich spazieren wir durch das alte Dorf und kaufen Takoyaki und Maiskolben. Jeder Touristenshop verkauft ziemlich die selben made-in-China Artikel, weshalb wir die Finger davon lassen. Stattdessen setzten wir uns in ein Café und geniessen ein Matcha-Eis.

Miyajima, Japan
Miyajima, Japan

Weltkulturerbe

Der etwa 1400 Jahre alte Tempel und die Brücke sind beeindruckend. Natürlich wäre es bei Flut noch schöner geworden, über die Brücke zu gehen, jedoch geht die letzte Fähre sehr früh.

Bei Flut hätte sich die Anlage im Wasser gespiegelt und eine märchenhafte Atmosphäre gebildet. Vielleicht hast du diese Bilder online gesehen?

Falls du die Möglichkeit hast, gehe bei Flut!

Info zu den Anlagen:

  • Schrein Itsukushima
  • über 1400 Jahre Geschichte
  • gilt als „den schwimmenden Schrein“
  • Die Insel selbst gilt als heilig „göttlich“
  • vermutlich um 593 gebaut
  • wurde auf Wasser gebaut, wegen der Nähe zur „Gottheit des Wassers“

Interaktive Mappe der Anlagen:

Fahrt mit der Maus über die roten Punkte, oder die Namen, damit ihr die Bilder sehen könnt:

-> Offizielle Website

Wären wir früher angekommen, hätten wir die Insel noch genauer erkundigt. Es hat noch mehr Tempel und Schreine, sowie diverse Wanderwege.

Ich wäre gerne mit der Gondel auf einen Hügel gegangen. Aus meiner Erfahrung mit Berg Maya in Kobe und Mount Shosha in Himeji weiss ich, dass es sich sehr gelohnt hätte.


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Tiya

Ich bin Patricia, schreibe Bücher, zeichne viel und interessiere mich intensiv für die kulturellen Unterschiede zwischen der Schweiz und Japan.

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